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Sprachreisen Steuer

Sprachreisen sind von der Steuer absetzbar.

Sprachreisen sind eine beliebte Alternative zur beruflichen Weiterbildung zu Hause. Der wohl größte Vorteil für viele Arbeitnehmer liegt darin, dass das Lernen einer Fremdsprache mit dem privaten Urlaub verbunden werden kann. Neben der Erholung vom Büroalltag und dem Auftanken der Energiereserven besteht zudem die Möglichkeit, die Sprachreise steuerlich geltend zu machen. Außerdem ist es möglich Bildungsurlaub für eine Sprachreise zu beantragen oder sogar staatliche Unterstützung in Form von Bildungsprämie zu erhalten. Auf diese Weise wird eine Sprachreise, abgesehen vom Lern- und Auszeitfaktor, vor allem wegen finanzieller Vorteile attraktiv.

Sprachreisen sind absetzbar

Was die steuerliche Absetzbarkeit von Sprachreisen betrifft, bringt das neue Urteil vom 18.05.2011 des Bundesgerichtshofs (BGH) jetzt Licht ins Dunkel. Darin heißt es, dass die Kosten einer Sprachreise teilweise als Werbungskosten geltend gemacht werden können. Wie genau und in welcher Höhe Sprachreisen steuerlich geltend gemacht werden können, wird momentan vom Finanzgericht geprüft. Bis dies eindeutig geklärt ist, wird von einer hälftigen Teilung ausgegangen. Dies bedeutet, dass die Kosten für eine Sprachreise pauschal zur Hälfte als Werbungskosten abgesetzt werden können.

Grundlage des Urteils

Grundlage dieses Urteils ist ein Streitfall, bei dem ein Bundeswehroffizier eine vierwöchige Englisch-Sprachreise nach Südafrika in voller Höhe (4000,-€) steuerlich als Werbungskosten absetzen wollte. Das Finanzamt lehnte ab und begründete die Entscheidung auf einem vorherigen Urteil, nach dem Reisen steuerlich nicht berücksichtigt werden können, wenn sie auch nur zum Teil private Gründe verfolgen. Als Basis für seine Klage zog der Bundeswehroffizier jedoch ein neueres Urteil des BGH von 2009 heran, in dem festgehalten wurde, dass die Kosten für Geschäftsreisen bei denen auch ein privates Interesse verfolgt werde, z. B. durch die Verlängerung der Reise für private Zwecke, teilweise geltend gemacht werden können – und zwar anteilig tagesgenau. In dem wohl größten Vorteil von Sprachreisen für Arbeitnehmer, ergibt sich das größte Problem für das Finanzamt – nämlich die völlige Vermischung von beruflichen und privaten Interessen. Der BGH entschied daher jetzt, dass Sprachreisen anteilig als Werbungskosten geltend gemacht werden können, wenn die Sprachkenntnisse beruflich benötigt werden.

Die Vorbereitung einer Sprachreise ist das A und O. Wer frühzeitig plant, hat gute Chancen einen passenden Sprachkurs im richtigen Land zu finden. Im Internet finden Interessierte Informationen über die Sprachreiseveranstalter wie Sand am Meer. Aber welcher davon wirklich qualitativ hochwertige Sprachreisen anbietet, die sowohl effektive Lernerfolge als auch einen erholsamen Sprachurlaub bieten, ist schwer herauszufiltern. Auf was bei der Buchung einer Sprachreise geachtet werden sollte, ist auf den ersten Blick schwer zu erkennen.

Sprachreisen weltweitDer Fachverband Deutscher Sprachreiseveranstalter (FDSV) ist ein sicherer Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Sprachreisen. Der Verband hält nicht nur wertvolle Tipps und Informationen bereit, sondern führt zudem eine Mitgliederliste von vertrauenswürdigen Anbietern von Sprachreisen, die in regelmäßigen Abständen vom FDSV auf festgelegte Qualitätsstandards geprüft und kontrolliert werden. Um die Entscheidung für einen vertrauenswürdigen Sprachreiseveranstalter zu erleichtern, hat der FDSV jetzt eine Checkliste herausgegeben, die Tipps und Hinweise zur Auswahl des richtigen Anbieters gibt.

Einige wichtige Aspekte sind hier kurz zusammengefasst:

  • Der Veranstalter sollte seinen Geschäftssitz in Deutschland haben. Nur so kommt der Vertrag nach deutschem Recht zustande und beinhaltet den wichtigen Reisesicherungsschein.
  • In der Beschreibung des Sprachreisen-Programms sollte der Veranstalter detaillierte Kontaktangaben machen, das Leistungspaket genau beschreiben, die Zahlungsmodalitäten festlegen, den Zeitpunkt für die Übermittlung der Reiseunterlagen bestimmen und die Mindestteilnehmerzahl für einen Sprachkurs bestimmen.
  • Die Kursgrößen sollten 15 Teilnehmer nicht überschreiten und die Inhalte und Lernziele des Sprachkurses klar definiert sein.
  • In den Sprachkursen sollten internationale Teilnehmer sein.
  • Am Ende des Sprachkurses sollte eine Einstufung des Sprachniveaus erfolgen, über das der Veranstalter ein Sprachzertifikat ausstellt.

Grundsätzlich rät der FDSV dazu einen Sprachreiseveranstalter zu wählen, der Mitglied im Verband ist und sich den regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzieht. Die vollständige Checkliste kann direkt beim FDSV per E-Mail angefordert werden.

Jedoch ist der eigene Eindruck von dem Veranstalter und dem angebotenen Programm mindestens genauso wichtig. Um festzustellen welcher Anbieter der Richtige ist, ist es daher ratsam die einzlenen Unternehmen telefonisch zu kontaktieren und um eine persönliche Beratung zu bitten. So erfahren Interessierte schnell, ob der Veranstalter ein Interesse an seinen Kunden zeigt, auf die Fragen, Wünsche und Bedenken der Kunden eingeht und zuverlässige Dienstleistungen anbietet.

Wer eine Sprachreise nach den Empfehlungen des FDSV bucht und zusätzlich auf sein Bauchgefühl hört, kann eigentlich gar nichts falsch machen. :-D

Trotz wirtschaftlicher Krise, konnten die Sprachreiseveranstalter auch in den letzten Jahren viele Sprachreisebuchungen entgegen nehmen. Dies zeigt sehr deutlich, dass vor allem die deutschen Kunden nicht an ihrer Bildung sparen und bereit sind für den Sprachurlaub viel Geld zu investieren. Doch wer viel Geld investiert, möchte sicher gehen, dass sich die Investition lohnt. Angefangen bei der Frage “Mit welchem Veranstalter soll die Sprachreise unternommen werden?” über “Welche Unterkunft soll gebucht werden?” bis hin zu “Wie werden die Flugtickets versandt?”, treten schon vor der Buchung einer Sprachreise viele Fragen auf.

Viele dieser Fragen beantworten die Sprachreiseveranstalter per E-Mail oder Telefon. Hauptsächlich, wenn es um Organisatorisches zur Reisevorbereitung etc. geht. Diese geben auch nützliche Tipps und Hinweise, was alles für die gebuchte Sprachreise mitgenommen werden sollte, wie der Visumsantrag gestellt wird und was es zu beachten gibt, z. B. Impfungen, die aufgefrischt werden sollten usw. Viele dieser Informationen stehen aber auch schon online auf den Webseiten der Reiseveranstalter bereit.

Eine weitere sehr gute Möglichkeit eine neutrale Antwort, vor allem auf die Frage nach dem Sprachreiseveranstalter, zu bekommen ist die Ratgeber-Community gutefrage.net. Aus einer Vielzahl von Fragen, kann hier mit einem Stichwort, nach der eigenen Frage gesucht werden. Wird diese nicht gefunden, kann sie dann gezielt gestellt werden und alle User der Community können sie beantworten. So werden die Fragen schnell und unabhängig von Veranstaltern und Organisationen gelöst und die Fragesteller bekommen hilfreiche Informationen zu der Sprachreise, dem Sprachreiseveranstalter oder der Zielregion. Die beste bzw. hilfreichste Antwort kann zudem vom Fragesteller gekennzeichnet werden.

Zu guter Letzt sind natürlich auch die Sprachreisen-Blogs nicht zu vergessen, die umfangreiche und aussagekräftige Informationen zu dem Thema Sprachreisen liefern. In den Webblogs, können sich alle Interessenten von Sprachreisen ausgiebig und größtenteils neutral über die verschiedenen Sprachreisen, die Ziele und Kurse sowie die einzelnen Veranstalter informieren. Immer gerne gesehen werden in Webblogs zudem Hinweise oder Tipps zu Themen, über die noch ein Artikel verfasst werden könnte. :-)

Logo BildungsprämieDie berufliche Fortbildung und das Erlernen von Fremdsprachen haben heutzutage einen hohen Stellenwert. Wer eine Sprachreise machen möchte, um sich beruflich weiter zu bilden, kann dabei staatlich unterstützt werden. Seit dem 01.01.2010 kann jeder, der seine Sprachkenntnisse bei einer Sprachreise vertiefen und ausbauen möchte, einmal jährlich eine Bildungsprämie vom Deutschen Staat beantragen. Je nach Fortbildungsmaßnahme, werden in der Regel 50% der Lehrgangskosten übernommen. Maximal wird eine Fortbildung aber mit einem Prämiengutschein von 500,-€ subventioniert.

Für Sprachreisende bedeutet das, dass sie in der Regel nur die Hälfte der Kosten für eine Sprachreise selbst tragen müssen. Eine Englisch-Sprachreise nach Malta mit einem zweiwöchigen Standardsprachkurs, kostet normalerweise etwa 750,-€. Mit einem Bildungsprämiengutschein vom Staat, werden 325,-€ erstattet, sodass der Sprachreisende nur noch einen Eigenanteil von 325,-€ bezahlen muss. Zur Verrechnung mit dem Sprachreiseveranstalter ist zu beachten, dass auf dem Prämiengutschein der Name des Sprachreiseveranstalters eingetragen ist. Daher sollten sich Interessenten einer Sprachreise, die von der Bildungprämie profitieren möchten, vorher erkundigen, welcher Veranstalter für eine Bildungsreise in Frage kommt.

Um einen staatlichen Prämiengutschein zu erhalten, ist die Teilnahme an einem Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle für Weiterbildung erforderlich. Die Bertatung wird von trägerunabhängigen, neutralen Weiterbilungsexperten, wie z. B. der Volkshochschule und Weiterbildungzentren übernommen. Ziel dieses Gesprächs ist es, die genauen Voraussetzungen für den Erhalt der Bildungsrprämie zu prüfen und die Ziele und Anforderungen an die berufliche Fortblidung festzulegen und zu besprechen. Die Bedingung für den Erhalt der Bildungsprämie ist für Alleinstehende ein Jahreseinkommen unter der Grenze von 25.600,-€ und für gemeinsam Veranlagte unter 51.600,-€.

Außerdem kann die Bildungsprämie mit dem Bildungsurlaub kombiniert werden. Weitere Informationen zum Bildungsurlaub stehen hier auf dem Meine Sprachreisen Blog zur Verfügung.

Stehen Ort und Datum für die Sprachreise einmal fest, muss noch entschieden werden, welche Art von Sprachkurs belegt werden soll. Das Kursangebot der verschiedenen Sprachreiseanbieter variiert je nach Schwerpunkt, Teilnehmerzahl und Gastland, in dem der Sprachkurs gebucht wurde. Gut erkundigen sollten sich Sprachanfänger, da nicht in jedem Zielgebiet Anfängerkurse angeboten werden. Die Kursform wird von den Sprachschülern, je nach Bedürfnissen und Wünschen, gewählt. Alle Sprachkurse haben gemein, dass sie in Gruppen stattfinden. Die Größe der Gruppen variiert dabei, je nach Kursform. Da nicht alle Sprachreisende das gleiche Sprachniveau haben, führen die Veranstalter in der Regel am ersten Schultag im Gastland einen Einstufungstest durch. Dieser ermittelt die Vorkenntnisse der einzelnen Teilnehmer und entscheidet darüber, welchem Kursniveau die einzelnen Schüler zugeordnet werden. So wird sichergestellt, dass die Sprachschüler im Unterricht über den gleichen Kenntnisstand verfügen. Die Dauer einer Unterrichtsstunde beträgt meist 45 Minuten. Sie orientiert sich bei den meisten Sprachreiseveranstaltern an der Dauer einer Schulstunde. Die vier typischen Kursformen sind der Standardsprachkurs, der Intensivsprachkurs, der Sprachkurs in Minigruppen und der Einzelunterricht.

Standardsprachkurs

Die Teilnehmer des Standardsprachkurses, haben 20 Stunden (à 45 Minuten) in der Woche Sprachunterricht. Die Standardkurse finden normalerweise vormittags statt. In homogenen Gruppen, die in der Regel auf maximal 12 Mitglieder begrenzt sind, erlernen Sprachreisende die Sprache ihrer Wahl. Ziel in diesem Kurs ist es, neben dem sicheren Umgang mit der Fremdsprache, Kultur und Lebensgewohnheiten des Gastlandes kennen zu lernen.

Intensivsprachkurs

Intensivsprachkurse setzten sich in der Regel zusammen aus einem Standardkurs und 10 weiteren Unterrichtseinheiten im Nachmittag. Insgesamt buchen die Sprachkursteilnehmer 30 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten. Die maximale Teilnehmerzahl für Intensivsprachkurse variiert und liegt je nach Anbieter zwischen maximal acht und maximal zwölf Teilnehmern pro Sprachkurs. Optional können die 10 zusätzlichen Unterrichtsstunden des Intensivkurses bei einigen Anbietern auch als Einzelunterricht gebucht werden. Diese Kurse eignen sich besonders für Sprachschüler, die ein besonderes persönliches Interesse haben, die gewählte Fremdsprache schnell und effektiv zu lernen.

Sprachkurs in Minigruppen

In der Minigruppe, das heißt in der Regel mit maximal sechs Gleichgesinnten, lernt es sich schneller und effektiver. Vom Kursumfang ist der Sprachkurs in der Minigruppe aufgebaut wie ein Standardkurs. Die geringe Teilnehmerzahl gewährleistet aber, dass sich die Sprachlehrer intensiver mit den einzelnen Sprachschülern beschäftigen können und fördert so den Lernerfolg.

Einzelunterricht

Für Sprachreisende, die sich in ein spezielles Themengebiet einarbeiten oder in kürzester Zeit eine Fremdsprache erlernen müssen, eignet sich der Einzelunterricht. Bei dieser Kursform kann sich der Sprachlehrer ganz gezielt auf die Bedürfnisse des Schülers einstellen. Die Unterrichtsstunden können je nach Bedarf und Intensität individuell gebucht und zusammengestellt werden. Einzelunterricht ist die schnellste und effektivste Möglichkeit, eine Sprache zu lernen.

Business-Sprachkurs

Business-Sprachkurse sind eine immer beliebter werdende Form von Sprachkursen. Ihr Aufbau orientiert sich an dem der Intensivkurse. Vormittags besuchen die Teilnehmer zunächst den allgemeinen Sprachunterricht. Nachmittags erlernen sie Business-English. Dabei steht die Vermittlung von fachspezifischen Inhalten im Vordergrund. Die Sprachschüler lernen wie in einer Fremdsprache geschäftliche Verhandlungen geführt werden und werden auf den Gebrauch der Fremdsprache im Job-Alltag vorbereitet.

Examenskurse

Bei den Examenskursen handelt es sich um Vorbereitungskurse, die die Sprachschüler gezielt auf einen bestimmten Sprachtest vorbereiten. Welcher Sprachreiseanbieter welchen Examenskurs anbietet ist unterschiedlich. Es kann beispielsweise aus Vorbereitungskursen für den Cambrigde Test, für den TOEFL Test, für das spanische Diploma de Español como Lengua Extranjera (D.E.L.E.) oder für das französische Diplôme d’Etude de Langue Française (D.E.L.F.) ausgewählt werden.

Spezialkurse

Häufig ist es notwendig, eine themenbezogenen Sprachreise zu machen. Der Arbeitgeber setzt voraus, dass eine Fremdsprache in einem bestimmten Fachgebiet angewendet werden kann. Bei einigen Sprachreiseveranstaltern können z. B. Sprachkurse mit einem bestimmten Schwerpunkt, wie Englisch für Ingenieure oder Sekretariatsenglisch, gebucht werden. Der Aufbau und der Ablauf dieser Kurse, richtet sich nach den Business-Sprachkursen. Insgesamt haben die Teilnehmer 30 Unterrichtsstunden in der Woche. Davon sind 20 Stunden vormittags in einem allgemeinen Sprachkurs und 10 Stunden nachmittags mit einem speziellen Schwerpunkt.

Ferienkurs

Wer den Urlaub bei einer Sprachreise in den Vordergrund stellen möchte, kann einen Ferienkurs buchen. An nur drei Vormittagen in der Woche oder mit nur zwei Unterrichtsstunden täglich, kann während des Urlaubs die gewünschte Sprache aufgefrischt werden. Die Inhalte der Sprachkurse sind meist landesspezifisch. Die Kursteilnehmer erhalten so einen Überblick über das Gastland und können von den einheimischen Sprachlehrern Tipps und Tricks für den Urlaub erhaschen.

Sprachkurs 50plus

Die Sprachkurse 50plus richten sich an alle Junggebliebenen, die ihre alten Schulsprachkenntnisse wieder auffrischen oder sogar eine Fremdsprache völlig neu erlenen möchten. In einem 15-20 Unterrichtsstunden umfassenden Sprachkurs, lernen die Teilnehmer neben der gewählten Sprache außerdem das Land und die Leute kennen und erhalten wertvolle Tipps zu Ausflügen oder der Urlaubsgestaltung von den einheimischen Sprachlehrern. Die Nachmittage und Wochenenden verbringen die Teilnehmer mit gemeinsamen Aktivitäten oder Ausflügen, bei denen sie ihr Gastland näher kennenlernen können.

Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Sprachkurse auf Firmenkosten zu belegen. Dieses Angebot wird häufig gerne von den Mitarbeitern angenommen. Wer nicht regelmäßig jede Woche einen Sprachkurs belegen möchte, oder die im Kurs frisch gelernten Sprachkenntnisse anwenden und vertiefen möchte, kann beim Arbeitgeber Bildungsurlaub einreichen und einen Sprachkurs im Ausland belegen. Jeder Arbeitnehmer, der mindestens sechs Monate Vollzeit in einem Unternehmen beschäftigt ist, hat grundsätzlich eine Woche Anspruch auf Bildungsurlaub im Jahr. Wer möchte, kann sogar die Wochen aus zwei Jahren zusammenlegen, und so zwei Wochen auf Sprachreise gehen. Wer sich für das Zusammenlegen entscheidet, kann den Bildungsurlaub nur alle zwei Jahre in Anspruch nehmen und muss dies frühzeitig zum Jahreswechsel mitteilen. Das monatliche Gehalt wird, wie bei gesetzlichem Urlaub, während des Bildungsurlaubs weiterhin regulär gezahlt. Damit der Arbeitgeber einen Sprachkurs als Bildungsurlaub anerkennt, muss der gewählte Sprachkurs bestimmten Richtlinien für Bildungsurlaub entsprechen. Den Nachweis, dass der gewünschte Sprachkurs die Kriterien für erfüllt, stellt der Sprachreiseveranstalter aus. Dieser Nachweis muss dann nur noch dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Ablehnen darf der Arbeitgeber den Antrag nicht, da er gesetzlich dazu verpflichtet ist, Bildungsurlaub zu gestatten. Er darf aber auffordern den gewünschten Zeitpunkt für die Bildungsreise zu verschieben. Die verschiedenen Sprachreiseveranstalter geben gerne weiter Auskunft zu Bildungsreisen.

Für das Finanzamt:

Bildungsreisen können beim Finanzamt deklariert und bei der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden. Die Kosten eines Sprachkurses sind immer dann absetzbar, wenn ein direkter Zusammenhang zwischen Sprachreise und Beruf besteht oder wenn die berufliche Tätigkeit Fremdsprachenkenntnisse erfordert. Um welche Sprache es sich dabei handelt ist gleichgültig. Wenn geplant wird, eine Bildungsreise von der Steuer abzusetzen, ist zu berücksichtigen, dass nur die Kosten des Sprachkurses abgesetzt werden können. Bei einer Sprachreise werden Sprachkurs und Unterkunft aber häufig zusammen gebucht. Der Preis für Kurs und Unterkunft erscheint dann häufig als Gesamtpreis auf einer Rechnung. Um den Bildungsurlaub problemlos beim Finanzamt deklarieren zu können, stellen die Sprachreiseveranstalter auf Wunsch gesonderte Rechnungen aus, auf denen die Preise für den Sprachkurs und die Unterkunft getrennt aufgeführt werden.

Hier gibt es mehr Informationen zum Bildungsurlaub!