Heutzutage beginnen Kinder schon sehr früh mit dem Englisch lernen. Wurde der erste Englischunterricht noch vor ein paar Jahren erst in der 5. Klasse gegeben, lernen Kinder heute bereits in der Grundschule oder sogar im bilingualen Kindergarten ihre erste Fremdsprache. Da es gerade Kindern leicht fällt, eine neue Sprache zu lernen und Fremdsprachenkenntnisse aufzubauen, sollten Eltern ihre Kinder in diesem frühen Lernprozess unterstützen. Schülersprachreisen bieten Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren die Möglichkeit, die Scheu vor einer fremden Sprache spielerisch zu überwinden und eine wichtige und gute Basis aufzubauen, um die Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Sprachen lernen in den Ferien.
In Deutschland gibt es viele Veranstalter für Schülersprachreisen, die völlig organisierte und betreute Sprachreisen für minderjährige Kunden anbieten. Englisch lernen, Französisch lernen, Spanisch lernen oder Italienisch lernen steht dabei im Mittelpunkt. In Sprachkursen mit gleichaltrigen Mitschülern, vermitteln junge und motivierte muttersprachliche Lehrer auch den Jüngsten altersgerecht und landesnah die gewünschte Fremdsprache.
Die meisten Sprachschulen bieten entweder schuleigene Unterkünfte oder die Unterkunft in einer Gastfamilie für die Dauer der Schülersprachreise an. Beide Unterbringungsmöglichkeiten sind häufig mit Vollpension, sodass auch die jüngsten Sprachreisenden immer versorgt sind. Zur Unterbringung in einer Gastfamilie ist zu raten, da Kinder dort aktiv in das Familienleben integriert werden und so die Sprachkenntnisse auch zu Hause vertiefen und den Lebensalltag in dem Gastland kennen lernen können.

In der Freizeit ein betreutes Sprachreisen-Programm.
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Buchung einer Schülersprachreise ist, ob der Sprachreisen-Anbieter eine durchgängige und altersadäquate Betreuung für die Sprachschüler anbietet. Zudem sollten die Betreuer speziell auf die Bedürfnisse der entsprechenden Altersgruppen geschult sein. Gerade am Nachmittag bieten die meisten Sprachreiseveranstalter viele Freizeitangebote und Ausflüge an, die größtenteils schon im Paket der Schülersprachreise enthalten sind. So lernen die Sprachschüler bei Unternehmungen das Gastland kennen und vertiefen die frisch erworbenen Sprachkenntnisse. Einige Anbieter von Schülersprachreisen haben außerdem spezielle Angebote im Programm. So wird zum Beispiel der Sprachkurs mit Fußballtrainings oder einem Surfkurs am Nachmittag kombiniert. Für ältere Schüler werden außerdem z. B Abiturvorbereitungskurse für Englisch oder Französisch angeboten.
Checkliste für Eltern
Kriterien für Sprachreiseveranstalter
Stehen Sprache und Ziel für die Schülersprachreise einmal fest, muss aus der Vielzahl der Sprachreisen-Anbieter der richtige ausgewählt werden. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass der Veranstalter qualifizierte Sprachkurse anbietet und Mitglied in verschiedenen Organisationen und Vereinen, wie z. B. dem FDSV (Fachverband Detuscher Sprachreise-Veranstalter) ist, der die Qualität der Sprachreisen der Mitglieder regelmäßig prüft. Außerdem ist darauf zu achten, dass ein umfangreiches Freizeit- und Ausflugsangebot im Schülersprachreisen-Paket enthalten ist. So sind die Schützlinge auch im Nachmittag beschäftigt. Dabei sollte eine durchgängige Betreuung von speziell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen geschulten Aufsichtspersonen vom Veranstalter garantiert sein.
Tipps und Hinweise
Eltern, die eine Schülersprachreise für ihre Kinder buchen, sollten darüber nachdenken außerdem eine Reiseversicherung abzuschließen. Diese beinhalten z. B. eine Reiseabbruch- eine Reisekranken- und eine Reisegepäckversicherung. So ist das Kind während der Sprachreise voll abgesichert und geschützt. Die Sprachreiseveranstalter geben gerne Auskunft zu diesem Thema und beraten vor oder bei der Buchung zu der individuell besten Variante. Wichtig ist es auch noch einmal zu überprüfen, ob der Ausweis noch gültig ist und ob eventuell ein Visumsantrag für die Sprachreise gestellt werden muss. Nicht vergessen sollten Eltern außerdem die Reisekasse für ihre Kinder. Das Budget, das für eine Schülersprachreise eingerechnet werden muss, hängt vom Alter des Kindes ab: Jugendliche geben durchschnittlich 100€ pro Woche zusätzlich aus, jüngere Kinder dagegen nur etwa die Hälfte.
Natürlich bekommt jedes Kind nach abgeschlossener Sprachreise auch ein Zertifikat über den absolvierten Sprachkurs, so ein Zertifikat kann wie eine Eintrittskarte für eine weiterführende Schule oder einen Ausbildungsplatz sein.
Förderung und Discounts
Wer in der Schule fleißig ist und gute Noten hat, hat die Möglichkeit die Schülersprachreise fördern zu lassen. Jedes Jahr vergibt die Begabtenförderung für junge Leute unter 25 Jahren Bildungsgutscheine bis zu 1700€ pro Person für die Kurs- und Weiterbildungskosten. In der Schule anstrengen lohnt sich daher nicht nur für das gute Zeugnis, sondern auch um in den Ferien Spaß bei einer Sprachreise mit Kindern und Jugendlichen im gleichen Alter zu haben. Ratsam ist es zudem den Schülerausweis mitzunehmen. An dem Ort der Sprachschule können damit häufig Vergünstigungen in Form von Eintrittsgeldern oder Fahrkarten erhalten werden.
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